Der Webspace ist der Online-Speicherplatz für eine Webseite und wird von Webhostern kostenpflichtig angeboten. Der Speicherplatz befindet sich auf einem Server, der Verbindung zum Internet herstellt und somit für eine Erreichbarkeit der Webseite sorgt. Auf dem Webspace kann eine Webseite, Dateien, Fotos, Dokumente oder Musikdateien gespeichert werden. Alle dort abgelegten Daten können veröffentlicht werden. Der Server unterstützt auf Wunsch des Kunden die Programmiersprachen wie PHP, CGI, Java oder Perl um dynamische Inhalte zu ermöglichen.
Zur Darstellung dynamischer Inhalte ist meist eine mySQL-Datenbank erforderlich. Bei kostenpflichtigen Webspace muss monatlich eine Gebühr gezahlt werden. Alternativ gibt es kostenlosen Webspace, den die Provider durch Einblendung von Werbebannern oder PopUp-Werbung finanzieren. Die Anbieter kostenloser Online-Speicherplätze werden als Freehoster bezeichnet und ist vor allem für Privatpersonen interessant. Die Nutzer von kostenlosen Webspace-Angeboten müssen allerdings gewisse negative Aspekte akzeptieren. Im Vergleich zu den kostenpflichtigen Angeboten sind Webseiten, die bei Freehostern gehostet werden nicht immer zu 99,9 Prozent erreichbar und die Ladezeiten sind langsamer. Im geschäftlichen Bereich empfiehlt sich wegen der hohen Verfügbarkeit, Sicherheit und Schnelligkeit die Nutzung von kostenpflichtigen Webspace. Die Webspace-Größe sollte der gewählten Nutzung der Webseite entsprechen und mindestens 10 Megabyte betragen. Bei der Wahl des richtigen Webhosters sollte neben dem Preis auch auf die Servicequalität geachtet werden.
Die Bezeichnung Webspace war jahrelang als Marke beim Marken- und Patentamt eingetragen und wurde vom Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth zur kostenpflichtigen Abmahnung von Providern verwendet. Eine Initiative erreichte schließlich, dass die Marke im Jahr 2000 gelöscht wurde und seit dem können keine Provider wegen der Verwendung des genannten Fachbegriffs nicht mehr abgemahnt werden.